Die Gesichter hinter PASTAMADRE – Manuela Prandini
- Frank

- 20. Feb.
- 5 Min. Lesezeit
Wir haben uns gedacht es wäre für Euch vielleicht mal interessant zu erfahren, wer den die Menschen sind, die gemeinsam PASTAMADRE bilden? Deshalb starten wir hier eine kleine Serie. Heute stellen wir Euch Manuela Prandini vor. Jede*r, der schonmal bei uns einen Kurs gebucht hat, hat schon mal mit Manuela zu tun gehabt – aber wer ist Manuela?
Wea bis ‘n Du, ehj?“ (Wie man in Berlin so sagt) = Wer bist DU? Du bist Manuela, schon klar – aber was steht hinter dem Namen?
Manuela: „Keiner einfache Frage: Wenn du mich fragst, wer ich beruflich bin, kann ich dir sagen, dass ich im Laufe der Jahre viele verschiedene berufliche Positionen bekleidet habe, aber der rote Faden, der sich durch alle zieht, ist das Management. Ich habe in verschiedenen, auch sehr unterschiedlichen Bereichen gearbeitet, aber in allen war meine Aufgabe im Wesentlichen die Organisation und Verwaltung. Seit ich Mutter geworden bin, habe ich mich in diesem Bereich weiter spezialisiert und professionalisiert!
Wenn du wissen möchtest, wer ich als Person bin, fällt mir eine einfache Antwort schwerer. Blicke ich auf meine Vergangenheit zurück, sehe ich viele verschiedene Menschen, in vielen verschiedenen Leben. Doch darin erkenne ich auch eine gewisse Regelmäßigkeit. Etwa alle 10 Jahre passiert etwas, das meinem Leben eine neue Richtung gibt, und diese Veränderung führt dazu, dass ich mich von meinem bisherigen „Leben” verabschiede. Blicke ich dann zurück, spüre ich eine solche Distanz, dass ich mich eher als Zuschauerin denn als aktive Teilnehmerin empfinde.
Heute bin ich eine Person, die noch viele Herausforderungen zu bewältigen hat, vor allem mit mir selbst. Sicher ist jedoch, dass ich endlich dort bin, wo ich sein möchte, mit den Menschen, mit denen ich sein möchte. Ich bin eine glückliche Mutter, die den Luxus hat, Zeit mit ihren Kindern verbringen zu können. Dazu habe ich aufgehört, meine Erfüllung im beruflichen Erfolg zu suchen. All dies schreibe ich der Tatsache zu, dass ich nicht das Gefühl habe, älter zu werden, sondern vielmehr weiter zu wachsen. Ich fühle mich noch immer so lebendig wie mit 18 Jahren. Dank dessen habe ich weiter große Begeisterung für das Leben, empfinde Neugier und Lernbereitschaft. Zusätzlich habe ich mit der Zeit ein Bewusstsein – ein bewusstes Sein – entwickelt, dass mich viel leichter leben lässt.“
Woher kommst Du ursprünglich? Und, wieso bist Du nach Berlin gekommen? Was hast Du hier gemacht? Und wieso bist Du jetzt wieder in Italien?
„Ich bin in Modena geboren und habe in Bologna studiert. 2011 bin ich ohne konkrete Ziele nach Berlin gezogen, aber mit dem großen Wunsch, in das pulsierende Kulturleben dieser Metropole einzutauchen. Ich liebte Kunst, Musik und Kultur, und diese Stadt hatte da im Vergleich zu meiner kleinen Heimat so viel zu bieten! Es war auch mein Wunsch, in diesem Bereich zu arbeiten. Aber zuerst musste ich mich dem Erlernen der Sprache widmen. Das hat mich mehr als ein Jahr gekostet. In der Zwischenzeit sammelte ich bereits einige interessante Berufserfahrungen in Kunstgalerien und Booking-Agenturen. 2013 lernte ich meinen heutigen Mann kennen. Diese unerwartete und intensive Beziehung ließ mich meine beruflichen Pläne vorübergehend vergessen: Aus unserer Begegnung ging mein erster Sohn hervor. Nach der Mutterschaft beschloss ich, eine neue Richtung einzuschlagen. Ich investierte ein eigenes Projekt, gegründet auf der Idee, so mehr Freiheit in der Einteilung meiner Zeit zu haben.
Zusammen mit zwei Freundinnen, die ebenfalls Mütter sind, gründeten wir eine Relocation- und Immobilienberatungsagentur. Wir unterstützten Menschen, die vorübergehend oder für eine längere Zeit außerhalb ihres Heimatlandes leben und arbeiten, sogenannte Expats. Also Menschen, die mit den gleichen Schwierigkeiten konfrontiert waren, die wir selbst zu überwinden hatten.
2020 kam eine weitere Wende: In dieser Zeit persönlicher und allgemeiner Krisen wurde mir bewusst, dass ich mein Leben nicht aktiv lebte, dass ich nicht wirklich Herrin meiner Entscheidungen war. Das Leben in der Stadt zwang mich zu einem Rhythmus, der mich daran hinderte, spontan zu entscheiden, wie ich meine Zeit verbringen wollte. Ich sah meine (inzwischen drei) Kinder zwei Stunden am Tag. Ansonsten verbrachte ich einen hektischen Tag voller Termine, Aktivitäten, Verkehr, Wartezeiten und Trubel. .... kurz gesagt, ich hatte das Gefühl, mir gleitet das Leben aus den Händen.
Zusammen mit meinem Partner, der ebenfalls aus Apulien stammt und nach 30 Jahre in Berlin immer unzufriedener mit dem Leben in der Stadt wurde, habe ich lange darüber nachgedacht, wie wir unseren Lebensstil für uns und unsere Kinder menschlicher und gesünder gestalten könnten. 2021 beschlossen wir, mehr Zeit in Italien zu verbringen. Genauer gesagt zog es uns nach Apulien aufs Land. Wir wollten sehen, ob sich unsere Wünsche verwirklichen ließen, indem wir uns der Natur, ihren Rhythmen und auch unserer Kultur (wieder) annähern. Wir hatten uns beide schon vor vielen Jahren von unserer Heimat entfernt und gingen daher vorsichtig vor. Aber schnell wurde uns klar, dass dies der richtige Weg war.
Was machst Du jetzt so in Italien? Wo lebst Du jetzt? Kann man Dich da besuchen?
„Berlin ist für uns nach wie vor unser zweites Zuhause. Wir sind oft hier, denn wir sind vor etwa einem Jahr als Familie dauerhaft nach Italien gezogen, genauer gesagt nach Cisternino in Apulien. Jetzt leben wir in einem Haus auf einem Hügel, von dem aus wir sogar das Meer sehen können!
Es ist ein magischer Ort, der durch eine Reihe von Zufällen (oder vielleicht auch durch Vorsehung?) vielmehr zu uns gekommen ist, als dass wir zu ihm gekommen sind. Es ist, als hätte er auf uns gewartet! Hier gibt es wilde Natur, die Sonne und den Wind, Zeit und Raum zum Arbeiten und zum Spielen, Ruhe und vor allem unzählige Möglichkeiten, Gelegenheiten, Optionen. Neben dem Platz für uns als Familie gibt es in unserem Haus zwei separate kleine Ferienwohnungen. Hier beherbergen wir Touristen und Wanderer, denn wir liegen direkt am Matera-Wanderweg, der verschiedene Orte Apuliens mit Matera in der Basilikata verbindet! Diese Apartments nutzen wir aber auch, um uns mit zahlreichen internationalen Kulturprojekten zu verbinden, die hier im Valle d’Itria, dem Itria-Tal – auch bekannt als „Tal der Trulli“ ins Leben gerufen werden.
Mein Mann ist Profi-Musiker und Musiktherapeut, deshalb haben wir im Haus auch ein Studio eingerichtet, das der Musik und dem Sound-Healing, z.B. den heilenden Schwingungen der Klangschalen, Einzel- und Gruppenmeditation oder dem tiefem Zuhören gewidmet ist. Die beiden Wohnungen können dann diejenigen beherbergen, die sich wieder mit den Rhythmen der Natur verbinden möchten und auf der Suche nach innerem Wohlbefinden sind.“
Zum Schluss noch eine letzte Frage: Was ist Deine Aufgabe bei PASTAMADRE?
„Bei Pastamadre legen wir Wert auf direkten Kontakt zu den Interessenten unserer Kurse! Wir lehnen es ab, dies automatisierten Funktionen zu überlassen. Wir beantworten alle Nachrichten, die uns geschickt werden, persönlich und widmen jeder Einzelnen unsere Aufmerksamkeit und Sorgfalt. Und genau darum kümmere ich mich 😊.
Vielen Dank, liebe Manuela, für diese vielschichtigen und tiefen Einblicke in Dein Leben!
























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