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Worum geht es uns mit #BeyondRecipes?

vor 6 Tagen
4 Min. Lesezeit

Es geht uns in dreifacher Hinsicht um unsere Transformation:

1) Unsere Achtsamkeit entwickeln; Achtsamkeitsübungen mit un­serem alltäglichen Leben verbinden, in unseren Alltag hineinwach­sen zu lassen, einzubeziehen.

Das ist gemeint, wenn wir sagen „vom Meditationskissen in die Küche“ – wobei jede alltägliche Tätigkeit zur Meditation werden kann.

2) Unsere eigene Veränderung fördern. Samen der Ruhe, des Friedens, des Glücks und der Zufriedenheit – im Italienischen contentoi – wollen wir in uns wachsen lassen, pflegen und nähren – um unser eigenes Erblühen zu fördern.

Wir wollen heil werden.

3) Durch unsere eigene Ent-Wicklung wollen wir unser Umfeld, unsere Umwelt, die Welt um uns herum verbessern, verändern, heilen.

#BeyondRecipes folgt damit auch Mahatma Gandhis Aufforderung „sei die Veränderung, die Du in der Welt sehen möchtest.“


Die vier Säulen unserer Praxis bei #BeyondRecipes

Für uns sind Meditation, Achtsamkeitsübungen, QiGong usw. nicht nur spirituelle geistige Praktiken, wir sehen in ihnen auch praktische Übungen, die wissenschaftlich überprüfbare Ergebnisse unserer persönlichen körperlichen und geistigen Entwicklung ermöglichen.

Der amerikanische Hirnforscher und Psychologe Richard Davidson be­schreibt vier Aspekte menschlichen „Erblühens“. Dazu untersuchte er Zusammenhänge von Meditation mit Veränderungen des Gehirns. Davidson führte Fallstudien an täglich meditierenden Mönchen durch und untersuchte die buddhistischen Traditionen der Achtsamkeit und Meditation als empirische Phänomene sowie als Techniken zur Erlangung inneren Friedens und spirituellen Wachstums. (nach Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Davidson_(Psychologe))


Wir finden die Erkenntnisse aus seiner Forschung decken sich sehr treffend mit der Arbeit von #BeyondRecipes und unserer Absicht, die wir mit dieser Arbeit verfolgen. Davidson beschreibt diese vier Aspekte, Dimensionen, Awareness, Connection, Insight and Purpose ungefähr so:


• Bewusstheit (Awareness): Die Fähigkeit, die eigene Aufmerksam­keit zu steuern und Bewusstheit über unsere Bewusstheit zu üben – also die Fähigkeit, uns selbst zu beobachten, wahrzunehmen und zu erken­nen, was im eigenen Geist und Körper und um uns herum vor sich geht, anstatt uns von unseren Autopiloten steuern zu lassen.

• Verbundenheit (Connection): Unsere sozialen Fähigkeiten, die ge­sunde Beziehungen fördern, darunter Wertschätzung, Dankbar­keit, Freundlichkeit und Mitgefühl gegenüber anderen, aber zu allererst zu uns selbst zu entwi­ckeln.

Wie kannst Du verbunden sein mit der Welt, wenn Du nicht mit Dir selbst verbunden bist? DAS meint Jesus, wenn er sagt: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.“

• Einsicht (Insight): Zu verstehen, wie unser eigenes Selbst-Ver­ständnis funktioniert, indem wir die inneren Erzählungen und Ge­schichten, die wir uns Tag für Tag selbst erzählen, hinterfragen und un­sere eigene Beziehung zu diesen Gedanken verändern, anstatt ihnen blind zu folgen.

• Zweck (Purpose): Unsere eigenen Grundwerte klären und unser täg­liches Handeln an einem tieferen Sinn und einer tieferen Bedeu­tung ausrichten. Das bedeutet, uns mit Ethik und Moral unseres Le­benswandels zu befassen.


Wir fragen: „Warum will ich Achtsamkeit üben?“

Wir antworten: „Weil ich mit Absicht Leben und Handeln will und nicht ‚automatisch‘! Ich lebe mein Leben voller Sinn, indem ich nicht ‚automatisch‘ sondern in Freiheit und aus meiner Absicht heraus handle.“ Ethik und Moral entwickeln wir dabei zu unse­rem Kom­pass.


Die wechselseitige Bedingtheit der Phänomene

Der Buddha lehrt: „Dieses ist, weil jenes ist. Dieses ist nicht, weil jenes nicht ist.“ – das verstehen wir als Form systemischen Denkens und Handelns, dass Körper, Geist und Seele einbezieht und inte­griert. Wir üben uns mit #BeyondRecipes darin, die Dinge, die Phä­nomene im Zusammenhang zu erkennen. Wir erkennen in einer Rosine die Sonne, den Wind, den Regen und die Arbeit der Men­schen, die diese Rosine hergestellt und zu uns gebracht haben. Wir erkennen, wie wir untrennbar miteinander verbunden sind.


Eine Gemeinschaft des Widerstehens

In dem wir unserer Arbeit mit #BeyondRecipes beschreiben, unserer Ziele benenn wird eine "Communiy of Resistence", eine Gemein­schaft des Widerstehens wie sie Thich Nhat Hanh beschreibt, deut­lich erkenn­bar. Solche Gemeinschaften sind Orte unserer eigenen Heilung, der Entfaltung und des Erblühens.

Wir Menschen können von der über uns hereinbrechenden Mas­se an Informationen und Nachrichten so verwirrt werden, dass wir be­wegungsunfähig werden; gelähmt sind. Deshalb wird die Frage des Auswählens, des Meditierens und die Fähigkeit, uns inmitten all des­sen, inmitten dieses Tornados ein gelassenes eigen­ständiges Innenle­ben zu bewahren immer wichtiger.

Eine bescheidene Sicht auf das eigene Leben zu entwickeln ist in diesen Zeiten eine wichtige Form geistiger Gesundheit. Einfach mal die große Welt von uns fern zu halten, damit wir für die Menschen zu­gänglich werden, die uns nahe stehen und damit wir gute Arbeit leisten können.

In dem wundervollen Plum-Village Video "Community of Resistence" (https://www.youtube.com/watch?v=2cJ3P0IrJhw&t=24s) erläutert Ss. True Dedication, dass Thich Nhat Hanh ein ganz besonderes Verständnis von Widerstand hat.


Wir sind es sosehr gewohnt von WIDERSTANDSKÄMPFER, WIDERSTANDSORGANISATION .… usw. zu sprechen, das wir uns Widerstand ohne Gegner garnicht mehr vorstellen können.

Wie wäre es aber wenn wir über Widerstand mehr im Sinne von 'einer Verlockung widerstehen' oder 'widerstandsfähiger Pflan­zensorte' sprächen? Mehr auf die eigene Stärkung / Heilung fokussierend und weniger auf den Kampf gegen einen äußeren Opponenten.


Wir schaffen Gemeinschaften des Widerstands als Orte, an denen die Menschen leichter zu sich selbst zurück­kommen können. Dort wo die Bedingungen so sind, dass Men­schen sich selbst heilen und ihre Ganzheit wiedererlangen kön­nen.


Mit #BeyondRecipes möchten wir im Alltag Gemeinschaft bil­den um gemeinsam zu wachsen und heil zu werden.

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iDas italienische Wort contento für „zufrieden“, „Froh sein“ hat seine etymologischen Wurzeln im lateinischen Adjektiv contentus, was im ursprünglichen Wortsinn „zusammengehalten“ oder „eingeschränkt“ bedeutet. Die verbreitete Interpretation lautet, dass ein Mensch, der contentus ist, mit dem glücklich ist, was er bereits in sich trägt oder besitzt. Wir sehen noch eine weitere Bedeutungs-Interpretation von contento im Sinne von „zusammengehalten“: es ist der Zusammenhalt mit unseren Mitwesen, mit unserer Mutter Erde, der Schöpfung – oder wie auch immer Du es nennen magst, der uns Froh und zufrieden macht – uns „zu(m) Frieden bringt“ und uns „Frieden mit allem halten lässt“.

 
 
 

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